Gemeinsam. Stärker.

Das Rosenheimer Modell zur Berechnung des Unterhalts nach der Trennung.

Das Rosenheimer Modell auf einen Blick

Elternebene: gleiche Rechte, gleiche Pflichten bei der Betreuung und der finanziellen Verantwortung

Das Rosenheimer Modell auf einen Blick

Elternebene: gleiche Rechte, gleiche Pflichten bei der Betreuung und der finanziellen Verantwortung






Das Rosenheimer Modell geht nach der Trennung von zwei getrennt erziehenden und für das Kind gleich wichtigen Elternteilen aus. Es gibt keine Aufteilung in zwei unterschiedliche Rollen, keinen „alleinerziehenden” und keinen „Umgangs- und Unterhalts”- Elternteil, wie etwa im System „einer betreut, einer bezahlt”. Beide Elternteile haben stets das gleiche Recht und die gleiche Pflicht das gemeinsame Kind zu betreuen. Und beide stehen in gleicher Weise, je nach Betreuungsanteil und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, auch in der finanziellen Verantwortung, sich an den Kosten des Kindes zu beteiligen. 
Das Rosenheimer Modell basiert damit – im Gegensatz zum Residenzmodell bei einem Elternteil - auf der konsequenten Umsetzung des Artikels 3 (Gleichbehandlungsgrundsatz) und des Artikels 6 (Recht und Pflicht zur Betreuung) des Grundgesetzes. 






Kinderebene: gleich viel Alltag mit beiden Eltern

Das Rosenheimer Modell basiert auf der Erkenntnis, dass beide Elternteile für das gesunde Aufwachsen des Kindes gleich wichtig und unentbehrlich sind. Zwei präsente Eltern sind auch nach der Trennung eine unbedingte Notwendigkeit und haben allerhöchste Priorität für das Kind. Und das Kind hat auch ein Recht auf gleich viel Alltagsnähe mit beiden Eltern. Im Residenzmodell hingegen gilt ein Elternteil als „entbehrlich”. Dies widerspricht grundsätzlich dem Grundbedürfnis des Kindes auf Zeit und Alltag mit beiden Eltern. 

Fünf Schritte des Rosenheimer Modells

Erster Schritt – der gemeinsame Betreuungsplan und die Betreuungsquote

Im Rosenheimer Modell erstellen beide Eltern auf Augenhöhe einen zweiwöchigen Betreuungsplan des gemeinsamen Kindes. Dieser wird auf das ganze Jahr hochgerechnet. Beide Eltern bemühen sich eine möglichst paritätische Verteilung der Betreuungszeiten möglich zu machen. Entsprechende finanzielle Anreize sind gesetzt. Dabei werden die Zwänge, die das jeweilige Erwerbsleben vorgeben, berücksichtigt. Auch wenn die meisten Trennungseltern möglicherweise eine exakt hälftige Aufteilung nicht realisieren können, so wird doch von beiden Elternteilen erwartet, dass sie versuchen, ihr Erwerbsleben anzupassen, so dass ihr Kind in etwa gleich viel Zeit mit beiden Eltern verbringen kann. 

Graphik 1: Beispiel für einen Betreuungsplan







Zweiter Schritt - die finanzielle Verantwortung abhängig von der Betreuungsquote 

Umgekehrt proportional zum Betreuungsanteil ergibt sich für beide Eltern die jeweilige finanzielle Pflicht. Wer weniger betreut, bezahlt mehr. Wer etwa 45% betreut, hat eine finanzielle Pflicht von 55%. Der andere Elternteil muss dann entsprechen 45% der Kosten übernehmen. 
Im Rosenheimer Modell werden Eltern, die betreuen wollen, unterstützt. Es ist explizit gewünscht, dass sich beide Elternteile nach Kräften bemühenmöglichst hälftig zu betreuen. Im Residenzmodell gilt ein Elternteil immer als „alleinerziehend”, der andere Elternteil ist bei der Betreuung nicht mehr vorgesehen. 

Graphik 2: Die Unterhaltspflicht ist stets indirekt proportional zum Betreuungsanteil. Beispiel: Betreuungsquote 40 : 60







Dritter Schritt - die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit 

Wer mehr verdienen kann, muss einen proportional höheren Anteil der Kosten tragen. Für beide Eltern wird als Berechnungsgrundlage das theoretisch erzielbare Vollzeit-Nettoeinkommen herangezogen. Abhängig von diesem theoretischen Einkommen wird für jeden Elternteil der jeweilige Zahlbetrag auf der Düsseldorfer Tabelle ermittelt. Im Residenzmodell wird diese Berechnung nur für einen Elternteil durchgeführt, im Rosenheimer Modell jedoch für beide Eltern. Vom jeweiligen Zahlbetrag der Düsseldorfer Tabelle übernimmt jeder Elternteil dann den Prozentsatz seiner finanziellen Pflicht, der sich indirekt proportional aus seinem Betreuungsanteil ergibt. 

Graphik 3: Beispiel der Verteilung im Rosenheimer Modell des Unterhalts beider Eltern bei verschiedenen Betreuungsquoten, wenn Elternteil A entsprechend seinem Einkommen eine Unterhaltspflicht nach der Düsseldorfer Tabelle von 356 € und Elternteil B von 317 € (Zahlbeträge) hätte.







Graphik 4: Verteilung des Unterhalts im Residenzmodell. Ein Elternteil ist von 100%-51% Betreuungsanteil „alleinerziehend” und erhält den vollen Unterhalt. Bei 50%- Betreuung sind beide Eltern Unterhaltspflichtig, von 49%-0% Betreuungsanteil von Elternteil A dreht sich die Unterhaltspflicht um.







Vierter Schritt – staatliche Unterstützungen und Fixkosten der Kinder

Abhängig von der Betreuungsquote werden die staatlichen Unterstützungen (z.B. Kindergeld) und alle Fixkosten des Kindes (z.B. Sportverein, Klavierunterricht) auf beide Haushalte aufgeteilt.

Graphik 5: Tatsächliche Entlastung oder Belastung beider Haushalte im Beispiel, wenn die Verteilung des Kindergeldes mit berücksichtigt wird.







Fünfter Schritt – Erwerbsausfall und Mehrbetreuung 

Wer mehr betreut, hat naturgemäß größere Schwierigkeiten, sein eigenes Erwerbsleben mit der Betreuung zu vereinbaren. Wer hingegen weniger betreut, hat grundsätzlich bessere Chancen, ein größeres Erwerbseinkommen zu generieren. Das Rosenheimer Modell schafft hier einen Ausgleich zwischen den Haushalten. Wer weit überwiegend oder sogar ganz ohne die Mithilfe des anderen Elternteils betreut, wird damit im Rosenheimer Modell finanziell deutlich besser gestellt als im Residenzmodell. 

Graphik 6: Rosenheimer Modell mit der Berücksichtigung der Mehrbetreuung (potentieller Erwerbsausfall) im Vergleich mit dem Residenzmodell. Die Verteilung eines Kindergeldes ist bei der Berechnung berücksichtigt. 







Im Residenzmodell sind diejenigen Elternteile benachteiligt, die praktisch oder tatsächlich alleine erziehen und diejenigen, die annähernd hälftig betreuen. Im Rosenheimer Modell werden genau diese beiden Gruppen finanziell besser gestellt.

Das Rosenheimer Modell verhindert Streit

Jeder Elternteil hat es im Rosenheimer Modell selbst in der Hand, wie viel er betreuen kann und möchte. Beide Elternteile entscheiden dies auf Augenhöhe. Kein Elternteil wird benachteiligt. Die Unterhaltspflicht ist dann stets proportional zur jeweiligen Betreuungsquote. 

Der absurde Kampf um die 50%-Betreuungsmarke im Residenzmodell und die diametral ungleiche Verteilung der Rechte und Pflichten erzeugt hingegen enorm viel Leid und Kosten. Es gilt das Prinzip „the winner takes it all”. Damit gibt es im Residenzmodell auch immer einen doppelten Verlierer. Denn nur einer verliert den Alltag mit dem Kind und muss zusätzlich alle Kosten alleinig übernehmen. Viel Streit um Betreuungsanteile und Unterhalt gerade zwischen engagierten Elternteilen, die beide gerne möglichst viel betreuen möchten, ist damit vorprogrammiert. 

Im Rosenheimer Modell ist die Verteilung des Unterhalts in jeder Betreuungsquote grundsätzlich fair geregelt. Und gerade im Bereich der 50%-Marke ist der Streitwert verschwindend gering. Es lohnt sich also, viel betreuen zu wollen. Engagierte Elternteile haben im Rosenheimer Modell beste Vorraussetzungen, eine abwechselnde und gemeinsame Betreuung ihrer Kinder zu leben.












Das Rosenheimer Modell geht nach der Trennung von zwei getrennt erziehenden und für das Kind gleich wichtigen Elternteilen aus. Es gibt keine Aufteilung in zwei unterschiedliche Rollen, keinen „alleinerziehenden” und keinen „Umgangs- und Unterhalts”- Elternteil, wie etwa im System „einer betreut, einer bezahlt”. Beide Elternteile haben stets das gleiche Recht und die gleiche Pflicht das gemeinsame Kind zu betreuen. Und beide stehen in gleicher Weise, je nach Betreuungsanteil und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, auch in der finanziellen Verantwortung, sich an den Kosten des Kindes zu beteiligen. 
Das Rosenheimer Modell basiert damit – im Gegensatz zum Residenzmodell bei einem Elternteil - auf der konsequenten Umsetzung des Artikels 3 (Gleichbehandlungsgrundsatz) und des Artikels 6 (Recht und Pflicht zur Betreuung) des Grundgesetzes. 





Kinderebene: gleich viel Alltag mit beiden Eltern

Das Rosenheimer Modell basiert auf der Erkenntnis, dass beide Elternteile für das gesunde Aufwachsen des Kindes gleich wichtig und unentbehrlich sind. Zwei präsente Eltern sind auch nach der Trennung eine unbedingte Notwendigkeit und haben allerhöchste Priorität für das Kind. Und das Kind hat auch ein Recht auf gleich viel Alltagsnähe mit beiden Eltern. Im Residenzmodell hingegen gilt ein Elternteil als „entbehrlich”. Dies widerspricht grundsätzlich dem Grundbedürfnis des Kindes auf Zeit und Alltag mit beiden Eltern. 

Fünf Schritte des Rosenheimer Modells

Erster Schritt – der gemeinsame Betreuungsplan und die Betreuungsquote

Im Rosenheimer Modell erstellen beide Eltern auf Augenhöhe einen zweiwöchigen Betreuungsplan des gemeinsamen Kindes. Dieser wird auf das ganze Jahr hochgerechnet. Beide Eltern bemühen sich eine möglichst paritätische Verteilung der Betreuungszeiten möglich zu machen. Entsprechende finanzielle Anreize sind gesetzt. Dabei werden die Zwänge, die das jeweilige Erwerbsleben vorgeben, berücksichtigt. Auch wenn die meisten Trennungseltern möglicherweise eine exakt hälftige Aufteilung nicht realisieren können, so wird doch von beiden Elternteilen erwartet, dass sie versuchen, ihr Erwerbsleben anzupassen, so dass ihr Kind in etwa gleich viel Zeit mit beiden Eltern verbringen kann. 

Graphik 1: Beispiel für einen Betreuungsplan





Zweiter Schritt - die finanzielle Verantwortung abhängig von der Betreuungsquote 

Umgekehrt proportional zum Betreuungsanteil ergibt sich für beide Eltern die jeweilige finanzielle Pflicht. Wer weniger betreut, bezahlt mehr. Wer etwa 45% betreut, hat eine finanzielle Pflicht von 55%. Der andere Elternteil muss dann entsprechen 45% der Kosten übernehmen. 
Im Rosenheimer Modell werden Eltern, die betreuen wollen, unterstützt. Es ist explizit gewünscht, dass sich beide Elternteile nach Kräften bemühenmöglichst hälftig zu betreuen. Im Residenzmodell gilt ein Elternteil immer als „alleinerziehend”, der andere Elternteil ist bei der Betreuung nicht mehr vorgesehen. 

Graphik 2: Die Unterhaltspflicht ist stets indirekt proportional zum Betreuungsanteil. Beispiel: Betreuungsquote 40 : 60





Dritter Schritt - die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit 

Wer mehr verdienen kann, muss einen proportional höheren Anteil der Kosten tragen. Für beide Eltern wird als Berechnungsgrundlage das theoretisch erzielbare Vollzeit-Nettoeinkommen herangezogen. Abhängig von diesem theoretischen Einkommen wird für jeden Elternteil der jeweilige Zahlbetrag auf der Düsseldorfer Tabelle ermittelt. Im Residenzmodell wird diese Berechnung nur für einen Elternteil durchgeführt, im Rosenheimer Modell jedoch für beide Eltern. Vom jeweiligen Zahlbetrag der Düsseldorfer Tabelle übernimmt jeder Elternteil dann den Prozentsatz seiner finanziellen Pflicht, der sich indirekt proportional aus seinem Betreuungsanteil ergibt. 

Graphik 3: Beispiel der Verteilung im Rosenheimer Modell des Unterhalts beider Eltern bei verschiedenen Betreuungsquoten, wenn Elternteil A entsprechend seinem Einkommen eine Unterhaltspflicht nach der Düsseldorfer Tabelle von 356 € und Elternteil B von 317 € (Zahlbeträge) hätte.





Graphik 4: Verteilung des Unterhalts im Residenzmodell. Ein Elternteil ist von 100%-51% Betreuungsanteil „alleinerziehend” und erhält den vollen Unterhalt. Bei 50%- Betreuung sind beide Eltern Unterhaltspflichtig, von 49%-0% Betreuungsanteil von Elternteil A dreht sich die Unterhaltspflicht um.





Vierter Schritt – staatliche Unterstützungen und Fixkosten der Kinder

Abhängig von der Betreuungsquote werden die staatlichen Unterstützungen (z.B. Kindergeld) und alle Fixkosten des Kindes (z.B. Sportverein, Klavierunterricht) auf beide Haushalte aufgeteilt.

Graphik 5: Tatsächliche Entlastung oder Belastung beider Haushalte im Beispiel, wenn die Verteilung des Kindergeldes mit berücksichtigt wird.





Fünfter Schritt – Erwerbsausfall und Mehrbetreuung 

Wer mehr betreut, hat naturgemäß größere Schwierigkeiten, sein eigenes Erwerbsleben mit der Betreuung zu vereinbaren. Wer hingegen weniger betreut, hat grundsätzlich bessere Chancen, ein größeres Erwerbseinkommen zu generieren. Das Rosenheimer Modell schafft hier einen Ausgleich zwischen den Haushalten. Wer weit überwiegend oder sogar ganz ohne die Mithilfe des anderen Elternteils betreut, wird damit im Rosenheimer Modell finanziell deutlich besser gestellt als im Residenzmodell. 

Graphik 6: Rosenheimer Modell mit der Berücksichtigung der Mehrbetreuung (potentieller Erwerbsausfall) im Vergleich mit dem Residenzmodell. Die Verteilung eines Kindergeldes ist bei der Berechnung berücksichtigt. 





Im Residenzmodell sind diejenigen Elternteile benachteiligt, die praktisch oder tatsächlich alleine erziehen und diejenigen, die annähernd hälftig betreuen. Im Rosenheimer Modell werden genau diese beiden Gruppen finanziell besser gestellt.

Das Rosenheimer Modell verhindert Streit

Jeder Elternteil hat es im Rosenheimer Modell selbst in der Hand, wie viel er betreuen kann und möchte. Beide Elternteile entscheiden dies auf Augenhöhe. Kein Elternteil wird benachteiligt. Die Unterhaltspflicht ist dann stets proportional zur jeweiligen Betreuungsquote. 

Der absurde Kampf um die 50%-Betreuungsmarke im Residenzmodell und die diametral ungleiche Verteilung der Rechte und Pflichten erzeugt hingegen enorm viel Leid und Kosten. Es gilt das Prinzip „the winner takes it all”. Damit gibt es im Residenzmodell auch immer einen doppelten Verlierer. Denn nur einer verliert den Alltag mit dem Kind und muss zusätzlich alle Kosten alleinig übernehmen. Viel Streit um Betreuungsanteile und Unterhalt gerade zwischen engagierten Elternteilen, die beide gerne möglichst viel betreuen möchten, ist damit vorprogrammiert. 

Im Rosenheimer Modell ist die Verteilung des Unterhalts in jeder Betreuungsquote grundsätzlich fair geregelt. Und gerade im Bereich der 50%-Marke ist der Streitwert verschwindend gering. Es lohnt sich also, viel betreuen zu wollen. Engagierte Elternteile haben im Rosenheimer Modell beste Vorraussetzungen, eine abwechselnde und gemeinsame Betreuung ihrer Kinder zu leben.