Gemeinsam. Stärker.

Das Rosenheimer Modell zur Berechnung des Unterhalts nach der Trennung.

Übersicht


Unterschiede zum Residenzmodell & Vorteile

Beide betreuen, beide bezahlen

 

 

 

I Unterschiede zum Residenzmodell & Vorteile

 

 

   A Betreuung & Unterhalt

 

      1. Residenzmodell: einer betreut, einer bezahlt

         2. Rosenheimer Modell: beide betreuen, beide bezahlen

 

      2. Rosenheimer Modell: beide betreuen, beide bezahlen

 

 

   B Staatliche Zuschüsse

 

 

      1. Residenzmodell: alle staatlichen Zuschüsse gehen an den "alleinerziehenden" Haushalt

 

 

      2. Rosenheimer Modell: beide Haushalte werden proportional unterstützt 

 

 

II Sonderfälle

 


 

 

Übersicht

 

I Unterschiede zum Residenzmodell & Vorteile

 

 

   A Betreuung & Unterhalt

 

      1. Residenzmodell: einer betreut, einer bezahlt

      2. Rosenheimer Modell: beide betreuen, beide bezahlen

 

   B Staatliche Zuschüsse

 

      1. Residenzmodell: alle staatlichen Zuschüsse gehen an den "alleinerziehenden" Haushalt

      2. Rosenheimer Modell: beide Haushalte werden proportional unterstützt 

 

II Sonderfälle

 

  

Übersicht

I Unterschiede zum Residenzmodell & Vorteile

   A Betreuung & Unterhalt

      1. Residenzmodell: einer betreut, einer bezahlt

      2. Rosenheimer Modell: beide betreuen, beide bezahlen

   B Staatliche Zuschüsse

      1. Residenzmodell: alle staatlichen Zuschüsse gehen an den "alleinerziehenden" Haushalt

      2. Rosenheimer Modell: beide Haushalte werden proportional unterstützt 

II Sonderfälle

 

Diese Seite wird noch erstellt.

Wir erstellen gerade Inhalte für diese Seite. Um unseren eigenen hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden benötigen wir hierfür noch etwas Zeit.

Testtabelle
Zum Ausfüllen
Test.xls (200.5KB)
Testtabelle
Zum Ausfüllen
Test.xls (200.5KB)

Bitte besuchen Sie diese Seite bald wieder. Vielen Dank für ihr Interesse!


Gewerblich genutzte Internetseiten müssen in Deutschland laut §5 Telemediengesetz und §55 Rundfunk-Staatsvertrag ein Impressum haben. 

Ergänzen Sie die folgenden Angaben, um ein solches Impressum zu erstellen:


Name und Anschrift:

Telefon:
Fax:
E-Mail-Adresse:
Geschäftsführer/ Vorstände/ Gesellschafter/ Komplementär:
Firmensitz/ Registergericht:
Registernummer:
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer:
Inhaltlich verantwortlich: 

Ergänzen Sie hier einen Haftungsausschluss für Inhalte und Links.

Hans Engelmayer

info@rosenheimermodell.de

Haftungsausschluss: Der Betreiber dieser Webpage haftet nicht für die Richtigkeit des Inhalts und der angegebenen Links.

 

 


Mutter


Vater

Betreuungsquote

66%


34%

Vollzeit Einkommen Netto für Düsseld. Tab.

1800


2500

Nettoeinkommen nach Betreuungsquote

621


1638

Unterhaltspflicht nach Düsseldorfer Tabelle

317


356

Unterhaltspflicht nach Betreuungsquote

109

0

233

Summe Unterhalt beider Eltern


343


Staatliche Zuschüsse pro Monat



192

Summe staatliche Zuschüsse


192


feste monatliche Kosten für Kind




Reale Entlastung/Belastung des Haushalts

241


-49

Unterschiede und Vorteile

Das Rosenheimer Modell: Beide betreuen, beide bezahlen

Heutige Rechtsprechung: Einer betreut, einer bezahlt






Die heutige Rechtsprechung nach der Trennung der Eltern bestimmt einen betreuenden“ und einen „bezahlenden“ Elternteil (Residenzmodell). Wer mehr als 50% betreut, gilt als alleinerziehend“. Nur bei exakt 50% Betreuungsanteil lässt der Gesetzgeber gleichwertige Elternschaft zu (Wechselmodell). Im Regelfall ist es jedoch für die meisten Trennungseltern aufgrund der äußeren Umstände schwierig, exakt 50% zu betreuen.

Erst sehr zaghaft beginnt der Gesetzgeber, die von der Gesellschaft gewünschte gleichwertige Elternschaft zweier Eltern überhaupt zu ermöglichen. Bereits heute kann das Familiengericht zwar den Unterhalt um ein oder zwei Stufen auf der Düsseldorfer Tabelle mindern, wenn ein Elternteil deutlich mehr als im „normalen Umgang“ betreut. Diese Minderung des Unterhalts ist jedoch verschwindend gering und ändert nichts an der weiterhin bestehenden Gültigkeit des grundsätzlichen Prinzips einer betreut, einer bezahlt“.

Dieses Prinzip erzeugt die absurde Situation, dass ein Elternteil, der 51% und mehr betreut als alleinerziehend“, bei 49% und weniger jedoch als Umgangs- und Unterhalts“-Elternteil behandelt wird. Im Alltag der Familie hat dieser Betreuungsunterschied von wenigen Prozenten keinerlei Relevanz. Die finanziellen Folgen sind für die Elternteile allerdings diametral unterschiedlich und oft von existentieller Bedeutung. Es gilt im Residenzmodell das Prinzip the winner takes it all“. 

Weil niemand auf der Verlierer-Seite stehen möchte, ist erbitterter Streit um Betreuungsanteile natürlich vorprogrammiert. Dies trifft in besonderem Maße zu, wenn beide Elternteile sehr gerne hälftig betreuen möchten und dies auch möglich wäre. Genau diese engagierten Eltern, die sich verantwortungsvoll nach der Trennung für das Kind einsetzen möchten, werden vom System nicht unterstützt sondern zu erbitterten Gegnern gemacht. Der Streit um die 50%-Marke ist grotesk und Systemimmanent.

Beispiel: Familie hat eine Kind. Elternteil A verdient 2.500 €, Elternteil B 1.800 €. Die Unterhaltspflicht nach Düsseldorfer Tabelle (Zahlbeträge) liegt entsprechend bei 356 € und 317 €.

Tabelle 1:







Rosenheimer Modell: Beide betreuen, beide bezahlen

Das Rosenheimer Modell macht keinen Unterschied zwischen den Eltern. Es denkt nicht in Rollen oder Modellen. Beide Eltern sind stets gleichwertig, auch wenn sie im Regelfall zu unterschiedlichen Anteilen in der Betreuung und in der Finanzierung der gemeinsamen Kinder beteiligt sind.

Tabelle 2:







Unterschiedliche Belastungen beider Eltern: staatliche Zuschüsse

Zusätzlich zum Kindesunterhalt bekommt im Residenzmodell der Haushalt des  alleinerziehenden“ Elternteils weitgehend alleinig alle staatlichen Unterstützungen für das Kind.

Im Rosenheimer Modell werden - anders als im Residenzmodell - auch die staatlichen Zuschüsse proportional zum Betreuungsanteil zwischen beiden Haushalten aufgeteilt.

In der folgenden Graphik sind der Unterhalt und die Verteilung des Kindergeldes mit berücksichtigt.

Tabelle 3:






 Tabelle 4:







Gewinner und Verlierer

Die Aufteilung in zwei verschiedene Rollen hat für beide Elternteile nicht nur extreme finanzielle Konsequenzen sondern belastet auch beide Elternteile sehr unterschiedlich. Es gibt im Residenzmodell, vorhersehbar und wenig überraschend, regelmäßig Gewinner und Verlierer dieses Systems. Zu jedem profitierenden Elternteil gehört immer auch ein benachteiligter Elternteil.

Tabelle 5:






Vier Gruppen an Verlierern im Residenzmodell:

    1. Alleinerziehende oder weitgehend alleinerziehende Elternteile

Echte alleinerziehende Elternteile betreuen wirklich alleine. Sie werden vom anderen Elternteil im wahrsten Sinne des Wortes  "alleingelassen". Es kann niemanden überraschen, dass es für diese Elternteile überaus schwierig ist, ihre eigene Erwerbstätigkeit mit der (weitgehend) alleinigen Betreuungsverantwortung zu vereinbaren. Diese Elternteile sind oft überlastet und potentiell von Armut bedroht. Der Kindesunterhalt deckt zwar die Kosten des Kindes, ihre hohe Betreuungsleistung wird jedoch nicht berücksichtigt. Sie haben regelmäßig ein sehr geringes eigenes Erwerbseinkommen und ihre spätere Rentenansprüche sind entsprechend desolat. Diese Elternteile bräuchten dringend finanzielle Unterstützung und Entlastung bei der Betreuungsverantwortung.

    2. Elternteile, die knapp unter 50% betreuen

Elternteile, die sich nach Kräften in der Betreuung einbringen, aufgrund der äußeren Bedingungen jedoch nicht exakt 50% betreuen, werden im Residenzmodell ignoriert. Ihre Betreuungsleistung und ihre Kosten im Familienalltag sind durchaus mit dem „alleinerziehenden“ Elternteil vergleichbar. Finanziell sind sie jedoch enorm benachteiligt. Sie erhalten praktisch keine staatliche Unterstützung und sie sind dem anderen Haushalt gegenüber zu 100% unterhaltspflichtig. Außerdem gilt für sie die erhöhte Erwerbsobliegenheit“. Dies bedeutet, sie müssen immer in Vollzeit erwerbstätig sein, um die volle Unterhaltspflicht leisten zu können. Sie stemmen finanziell die Kosten zweier Haushalte, betreuen jedoch zusätzlich annähernd hälftig. Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes doppelt belastet. Viele dieser Elternteile können diese enorme Last nicht vollständig tragen. Große Teile der Gesellschaft nehmen diese hochbelasteten Elternteile zusätzlich noch als „Unterhaltspreller“ wahr. Diese Gruppe bräuchte dringend die Anerkennung als verantwortungsbewusste Elternteile und die selbe finanzielle Unterstützung wie der alleinerziehende“ Elternteil.

    3. Elternteile, die gerne mehr betreuen würden, dies jedoch nicht dürfen

Der nicht-erziehende“ Elternteil im Residenzmodell hat nur sehr eingeschränkte Rechte innerhalb der Trennungsfamilie. Selbst wenn er mehr betreuen möchte, wird ihm dies von der Rechtsprechung untersagt. Er hat kein Anrecht auf hälftige Betreuung. Der andere Elternteil kann einer gemeinsamen Elternschaft ohne Angabe von Gründen widersprechen. Dieser Elternteil ist in der Wahrnehmung des Gesetzgebers zahlender Besucher“ der Familie. Eine gute Bindung zum Kind benötigt jedoch viel Alltagsnähe. Wird diesen Elternteilen der Alltag mit dem Kind verweigert, droht die Bindung verloren zu gehen. Es kann deshalb niemanden überraschen, wenn im Residenzmodell rund ein Drittel der Umgangs“-Elternteile den Kontakt zu ihrem Kind verliert. Ein Modell, das einen Elternteil in seiner Bedeutung reduziert, erzeugt genau diese Distanz zwischen Kind und Elternteil, die in sehr vielen Fällen zur Entfremdung zwischen dem Kind und dem Elternteil führt. Diese Gruppe an Elternteilen benötigt die rechtliche Anerkennung ihrer gleichberechtigten Elternschaft.

    4. Kinder

Und auch die Kinder sind im Residenzmodell zu oft mit auf der Verliererseite. Überlastete oder benachteiligte Eltern sind für das Kind immer schlechter als zwei finanziell autarke Eltern auf Augenhöhe.


Zwei Gruppen an Profiteuren im Residenzmodell:

1. unechte alleinerziehende“ Elternteile

Im Residenzmodell ist derjenige Elternteil am meisten entlastet und am wenigsten belastet, der knapp über 50% betreut. Diese Elternteile kommen alleinig in den Genuss aller staatlichen Unterstützungen (Steuervorteil, Kindergeld, Riesterzuschlag) und erhalten den Kindesunterhalt des anderen Elternteils. Durch die hohe Betreuungsleistung des anderen Elternteils können sie gut ihrem eigenen Erwerbsleben nachgehen. Sie sind weder bei der Erwerbstätigkeit noch bei der Betreuung benachteiligt. Trotzdem werden sie von der Gesellschaft fälschlicherweise als benachteiligt und schutzbedürftig wahrgenommen. Sie haben als alleinerziehende“ Elternteile große Macht innerhalb der Familie, was sie den anderen Elternteil oft auch spüren lassen. Sie sind keineswegs alleinerziehend“, jedoch oft alleinbestimmend“. Sie genießen zu Unrecht viele Privilegien innerhalb der Trennungsfamilie.

    2. Elternteile, die nicht oder fast nicht betreuen

Im System „einer betreut, einer bezahlt“ wird die Unterhaltspflicht und die Betreuung des Kindes als gleichwertig erachtet. Das bedeutet aber auch, dass im Residenzmodell derjenige Elternteil, der nicht betreuen möchte, sich relativ billig seiner Unterhaltspflicht entziehen kann. Der Kindesunterhalt ist ein sehr geringer Preis dafür, wenn ein Elternteil überhaupt nicht betreuen möchte. Die verfassungsmäßige Pflicht zur Erziehung des eigenen Kindes ist in der derzeitigen Rechtsprechung unverbindlich und kaum mit Inhalt gefüllt. Elternteile, die überhaupt nicht betreuen, müssten jedoch viel stärker in die finanzielle Verantwortung der Gesamtfamilie genommen werden. Sie lassen das gemeinsame Kind und den anderen Elternteil im Stich. Ihr Verhalten ist verwerflich und müsste vom Gesetzgeber stärker sanktioniert werden.

Gewinner im Rosenheimer Modell

Im Rosenheimer Modell werden die derzeitigen Verlierer im System gestärkt und die bisherigen Gewinner stärker in die Verantwortung geholt. Alle staatlichen Unterstützungen sowie der Kindesunterhalt werden stets nach Betreuungsleistung proportional auf beide Haushalte aufgeteilt.

Tabelle 6:






Die lineare Verteilung der finanziellen Pflichten beider Elternteile wirkt darüber hinaus auch Streit-mindernd. Beide Elternteile haben es selbst in der Hand, wie sie ihre Betreuungsleistung und ihre daraus resultierende finanzielle Pflicht gestalten wollen. 

Die Mehrbetreuung wird im Rosenheimer Modell berücksichtigt

Das Rosenheimer Modell erwartet von beiden Elternteilen, dass sich beide darum bemühen, jeweils möglichst hälftig ihre gemeinsamen Kinder zu betreuen. Die Grundannahme ist, dass wenn ein Elternteil weniger als 50% betreut, der andere Elternteil zusätzlich belastet wird. Diese Belastung liegt in der zusätzlichen Betreuungsarbeit und der erhöhten Problematik, das eigene Erwerbseinkommen mit der Betreuung zu vereinbaren. Der mehr betreuende Elternteil hat also grundsätzlich die Pflicht, diese Benachteiligung des anderen Elternteils entsprechend finanziell auszugleichen. Diesen Ausgleich gibt es im Residenzmodell nicht.

Anreize zur Betreuung im Rosenheimer Modell 






Das Rosenheimer Modell setzt gezielte Anreize, um beide Elternteile für die Betreuung der Kinder zu gewinnen. Wer mehr betreut, wird finanziell stärker entlastet. Dies nimmt auch jeglichem Streit ums Geld viel Wind aus den Segeln“. Im Residenzmodell wird gerade um die 50%-Marke um enorm viel Geld gestritten. Streit lohnt sich im Residenzmodell für einen Elternteil definitiv. Im Rosenheimer Modell ist der Streitwert um die 50%-Marke verschwindend gering. Streit um Betreuungsanteile macht dort keinen großen Sinn.

Beide Eltern wissen im Rosenheimer Modell, dass sich die Betreuungsleistung finanziell auswirkt. Sie haben beide einen Grund betreuen zu wollen, sie werden dann finanziell entlastet. Das Rosenheimer Modell will erreichen, dass sich beide Elternteile darum bemühen, die Erwerbstätigkeit und die Betreuung zu vereinbaren. Die Vereinbarkeitsproblematik betrifft beide Elternteile in gleicher Weise.

Im Residenzmodell wird nur der Elternteil finanziell berücksichtigt, der es schafft, über die 50%-Marke zu gelangen. Der andere Elternteil wird durch seine Betreuungsleistung regelrecht bestraft. Seine Gesamtbelastung steigt kontinuierlich an, wenn er mehr als gesetzlich vorgeschrieben betreut. Im Residenzmodell weiß der „Umgangs“-Elternteil, dass sich seine Betreuungsleistung finanziell nicht auswirkt. Der fleißige und engagierte Umgangs“-Elternteil ist in diesem System damit letztlich der Dumme“. Wen kann es verwundern, dass sich heute so viele Elternteile, gerade wenn die Bindung zum Kind nachgelassen hat, aus der Betreuung völlig zurück ziehen? Das große Heer an alleinerziehenden Elternteilen ist im System einer betreut, einer bezahlt“ zwingende Konsequenz und wenig überraschend.

Chance zur Erwerbstätigkeit im Rosenheimer Modell 






Das Rosenheimer Modell zielt darauf ab, beiden Elternteilen eine Existenzsichernde Erwerbstätigkeit zu ermöglichen. Dadurch dass beide Eltern dazu motiviert werden, sich in der Elternverantwortung einzubringen, haben auch beide Elternteile bessere Chancen, ihrem eigenen Erwerbsleben nachzugehen. Auch Anbetracht des Ausbaus der staatlichen Nachmittagsbetreuung müsste für beide Elternteile eine eigene Erwerbstätigkeit im Bereich von mindestens 75% realisierbar sein. 

Im Residenzmodell sind die Erwerbsmöglichkeiten Systembedingt für beide Elternteile oft sehr ungleich verteilt. 

Betreuungsplan

Im Rosenheimer Modell erstellen beide Eltern auf Augenhöhe einen lückenlosen Betreuungsplan der gemeinsamen Kinder. Beide Eltern stehen gleichermaßen in der Elternverantwortung.

Im Residenzmodell ist kein Betreuungsplan vorgesehen, den die Eltern gemeinsam und auf Augenhöhe erstellen. Der „betreuende“ Elternteil ist zuständig, dem „Umgangs“-Elternteil wird ein „Umgang“ zugewiesen. Den Umfang des „Umgangs“ legt das Gericht fest – nicht der betroffene Elternteil selbst. Er beträgt normalerweise jedes zweite Wochenende, mit einer Übernachtung. Im „großzügigen Umgang“ kommt ein weiterer Nachmittag unter der Woche hinzu. 

Die Zeitanteile und die Alltagsnähe der Eltern zum Kind sind also nach derzeitigem Recht im Regelfall für beide Eltern nach der Trennung sehr unterschiedlich ausgestaltet. Die gute Beziehung des Kindes zu seinen Eltern braucht jedoch viel gemeinsame Zeit und Alltagsnähe. Aufgrund dieses deutlich geringeren Alltagsanteils zu einem seiner beiden Eltern ist seine  Beziehung zu ihm deshalb in sehr vielen Fällen nach der Trennung akut gefährdet. (Siehe auch die Ausführungen zum Kontinuitätsprinzip). 

Gemeinsame Betreuung ausgeschlossen

 

Der definierte „Umgangs“-Elternteil darf im heutigen Recht nicht hälftig betreuen, selbst wenn er dies explizit wünscht und offensichtlich auch könnte. Der „betreuende“ Elternteil kann vor Gericht ohne Angabe von Gründen einer paritätischen Betreuung („Wechselmodell“) widersprechen. Eine gemeinsame und abwechselnde Betreuung ist dann nach deutschem Recht praktisch ausgeschlossen und kann vom Familiengericht normalerweise nicht angeordnet werden.

Und wenn sich die Eltern nicht einigen können?






Sind Eltern nicht selbst in der Lage, gemeinsam einen Betreuungsplan zu erstellen, müssen sie die Hilfe geeigneter Institutionen in Anspruch nehmen können. In Australien zum Beispiel können Eltern bei der Erstellung des Betreuungsplans auf Family Relationship Centers zurückgreifen. In Deutschland wäre das Jugendamt denkbar. Dort müssten erfahrene Mediatoren zur Verfügung stehen, die den Eltern beistehen und auch unter schwierigen Bedingungen die notwendige Erstellung eines gemeinsamen Betreuungsplans ermöglichen.

Bis zur Einigung sollte bei strittigen Eltern die strenge paritätische Betreuungssituation gelten, damit kein Elternteil "Fakten schaffen" kann, die dann den späteren Einigungsprozess erschweren. Ähnlich wird beispielsweise im Kalifornischen Recht verfahren.

Finanzielle Verantwortung

Im derzeitigen Recht wird nur ein Elternteil bei den Kosten der Kinder belangt. Es gilt der Grundsatz „einer betreut, einer bezahlt“. Nur bei exakt hälftiger Betreuungsleistung gleicht sich die Unterhaltspflicht dann beider Eltern weitgehend auf. Damit besteht im heutigen Recht die absurde Situation, dass selbst bei einer Aufteilung der Betreuung von 45 : 55 nur ein Elternteil alleinig in der finanziellen Verantwortung steht. Für ihn gilt die volle Unterhaltspflicht, der andere Elternteil erhält den kompletten Kindesunterhalt und alle staatlichen Leistungen. Es gibt im derzeitigen Recht keine gestaffelte Unterhaltspflicht.

Im bisherigen Prinzip „einer betreut, einer bezahlt“ werden nur die Kosten ersetzt, die dem „betreuendem“ Elternteil entstehen. Der „bezahlende“ Elternteil kompensiert diese Kosten im Haushalt des „betreuendem“ Elternteils mit dem Kindesunterhalt. Die Kosten, die jedoch dem „bezahlenden“ Elternteil in ähnlicher Weise entstehen, werden im bisherigen System nicht berücksichtigt. Ihm entstehen diese Kosten also alleinig und zusätzlich zum Kindesunterhalt. 

Um hier einen fairen Ausgleich zwischen den Haushalten zu schaffen, werden im Rosenheimer Modell diese Kosten in beiden Haushalten gleichermaßen berücksichtigt. 

Erwerbsausfall

Das Rosenheimer Modell erwartet von beiden Elternteilen, dass sich beide darum bemühen, jeweils möglichst hälftig ihre gemeinsamen Kinder zu betreuen. Die Grundannahme ist, dass wenn ein Elternteil weniger als 50% betreut, der andere Elternteil zusätzlich belastet wird. Diese Belastung liegt in der zusätzlichen Betreuungsarbeit und der erhöhten Problematik, das eigene Erwerbseinkommen mit der Betreuung zu vereinbaren. Der mehr betreuende Elternteil hat also gru