Gemeinsam. Stärker.

Das Rosenheimer Modell zur Berechnung des Unterhalts nach der Trennung.

Akuter Handlungsbedarf beim Gesetzgeber: notwendige Änderungen


  1. Völlige Abkehr vom Prinzip „einer betreut, einer bezahlt“: Das Prinzip „beide betreuen, beide bezahlen“ entspricht der Realität heutiger Familien.
  2. Abschaffung der Unterscheidung zwischen einem „betreuenden“ und einem „bezahlenden“ Elternteil. Beide sind beim Kindesunterhalt und bei der Betreuung auch nach der Trennung grundsätzlich gleichberechtigt und gleichverpflichtet. 
  3. Es gilt die gleiche Erwerbsobliegenheit für beide Eltern.
  4. Es ist Aufgabe des Staates und der Gesetzgebung, beiden Eltern faire Teilzeitarbeitverhältnisse zu garantieren.
  5. Konsequente Unterscheidung zwischen echten „alleinerziehenden“ Elternteilen und „getrennt erziehenden“ Elternteilen.
  6. Völlig neues Unterhaltsrecht, das die Unterhaltspflicht für beide Elternteile proportional zum Betreuungsanteil berechnet
  7. Beide Elternteile müssen das selbe Recht zur Betreuung der eigenen Kinder erhalten. Kein Elternteil hat das Recht, dem anderen Elternteil eine hälftige Betreuung zu verwehren
  8. Eine gemeinsame Betreuung muss vom Familiengericht angeordnet werden können.
  9. Die gemeinsame Betreuung („Paritätische Doppelresidenz“, „Wechselmodell“) muss als zusätzliche Option im Gesetzestext aufgenommen und als vorrangig zu prüfendes und gewünschtes Betreuungsmodell behandelt werden. 
  10. Nur wenn es erwiesen ist, dass eine gemeinsame Betreuung nicht funktionieren kann, kann eine Einzelresidenz bei einem Elternteil in Erwägung gezogen werden. 
  11. Das Kind ist grundsätzlich in zwei ihm vertrauten Umgebungen zuhause
  12. Das Prinzip eines einzigen „Lebensmittelpunktes“ des Kindes bei nur einem Elternteil wird abgeschafft.
  13. Die Anwendung des Kontinuitätsprinzip wird abgeschafft.
  14. Es ist Aufgabe des Staates und seiner Institutionen, den Trennungsfamilien beratend und helfend zur Seite zu stehen, so dass die „ideale Nach-Trennungsfamilie“ möglichst gut gelingen kann.
  15. Beide Elternteile müssen bei Trennung einen „Erziehungsplan“ erstellen, der die Betreuungszeiten im Einvernehmen regelt. Beide Eltern haben dabei das Recht auf eine hälftige Betreuungszeit. 
  16. Können sich die Eltern nicht auf einen gemeinsamen Plan oder Betreuungsmodell einigen, so gilt bis zur Einigung die gemeinsame Hälftige Betreuung.
  17. Im Melderecht muss die Möglichkeit geschaffen werden, das Kind an zwei gleichwertigen Wohnorten zu melden.
  18. Beide Elternteile werden steuerlich gleich behandelt und bekommen grundsätzlich die selben staatlichen Unterstützungen.